Das Etikett verstehen: Deklaration von Hunde- und Katzenfutter
Wenn du deinen Hund oder deine Katze gesund und artgerecht ernähren möchtest und fertiges Futter kaufst, solltest du bestmöglich wissen, was das Etikett besagt.
Denn unsere Tierchen können ja nicht selbst entscheiden, was sie so futtern. Wir als Halterinnen und Halter sollten deshalb Bescheid wissen, was die Angaben bedeuten.
Zunächst einmal gibt es strenge Vorgaben hinsichtlich der erlaubten Deklaration – was ja erst einmal gut klingt. Doch leider ist die Sache dennoch kompliziert und intransparent. Zumal nicht alles deklariert werden muss. Bei Fertiggerichten für uns Menschen ist es ja ähnlich.
Hunde- und Katzenfutter: Die geschlossene Deklaration
Dies ist die erste Variante. Die geschlossene Deklaration arbeitet ausschließlich mit vordefinierten Gruppen. Darunter fällt zum Beispiel die Bezeichnung Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse – was sowohl für ein Futter aus reinem Filet (das wäre auch nicht so toll;) und einem aus Federn, Hufen und Tiermehl gelten würde. Denn diese Kategorie umfasst von Frischfleisch bis Tiermehl alles mögliche und gibt keine weiteren Informationen zur konkreten Qualität.
Die Kategorien werden in Reihenfolge der Anteile am Futter aufgelistet. Bei 99 Prozent Frischfleisch würde Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse demnach genauso an erster Stelle stehen, wie bei 60 Prozent eines Gemischs aus Schlachtabfällen, Federn, Blut und Tiermehl. Puh, gar nicht mal so aufschlussreich für uns Verbraucherinnen und Verbraucher.
Der Vollständigkeit halber findest du hier eine Liste aller feststehenden Kategorien in einer geschlossenen Deklaration. Vieles davon gehört meiner Meinung nach nicht in ein artgerechtes Futter für Hunde und Katzen.
Liste aller Kategorien in der geschlossenen Deklaration (bitte aufklappen)
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse: Alle Fleischteile geschlachteter warmblütiger Landtiere, frisch oder durch ein geeignetes Verfahren haltbar gemacht, sowie alle Erzeugnisse und Nebenerzeugnisse aus der Verarbeitung von Tierkörpern oder Teilen von Tierkörpern warmblütiger Landtiere
Milch und Molkereierzeugnisse: Alle Milcherzeugnisse, frisch oder durch ein geeignetes Verfahren haltbar gemacht, sowie die Nebenerzeugnisse aus der Verarbeitung
Eier und Eiererzeugnisse: Alle Eiererzeugnisse, frisch oder durch ein geeignetes Verfahren haltbar gemacht, sowie die Nebenerzeugnisse aus der Verarbeitung
Öle und Fette: Alle tierischen und pflanzlichen Öle und Fette
Hefen: Alle Hefen, deren Zellen abgetötet und getrocknet worden sind
Fisch und Fischnebenerzeugnisse: Fische oder Fischteile, frisch oder durch ein geeignetes Verfahren haltbar gemacht, sowie die Nebenerzeugnisse aus der Verarbeitung
Getreide: Alle Arten von Getreide, ganz gleich in welcher Aufmachung, sowie die Erzeugnisse aus der Verarbeitung des Mehlkörpers
Gemüse: Alle Arten von Gemüse und Hülsenfrüchten, frisch oder durch ein geeignetes Verfahren haltbar gemacht
Pflanzliche Nebenerzeugnisse: Nebenerzeugnisse aus der Aufbereitung pflanzlicher Erzeugnisse, insbesondere Getreide, Gemüse, Hülsenfrüchte, Ölfrüchte
Pflanzliche Eiweißextrakte: Alle Erzeugnisse pflanzlichen Ursprungs, deren Proteine durch ein geeignetes Verfahren auf mindestens 50 % Rohprotein, bezogen auf die Trockenmasse, angereichert sind und umstrukturiert (texturiert) sein können
Mineralstoffe: Alle anorganischen Stoffe, die für die Tierernährung geeignet sind
Zucker: Alle Zuckerarten
Früchte: Alle Arten von Früchten, frisch oder durch ein geeignetes Verfahren haltbar gemacht
Nüsse: Alle Kerne von Schalenfrüchten
Saaten: Alle Saaten, unzerkleinert oder grob gemahlen
Algen: Alle Arten von Algen, frisch oder durch ein geeignetes Verfahren haltbar gemacht
Weich- und Krebstiere:Alle Arten von Weich- und Krebstieren, Muscheln, frisch oder durch ein geeignetes Verfahren haltbar gemacht, sowie die Nebenerzeugnisse aus ihrer Verarbeitung
Insekten: Alle Arten von Insekten in allen Entwicklungsstadien
Bäckereierzeugnisse: Alle Erzeugnisse aus der Backwarenherstellung, insbesondere Brot, Kuchen, Kekse sowie Teigwaren
Die offene Deklaration
Die offene Deklaration ist schon transparenter. Sie listet alles auf, was im Futter enthalten ist, und zwar angefangen mit dem größten Anteil. Ausnahme sind Zusatzstoffe, die nicht deklariert werden müssen. Genaue Prozentzahlen müssen ebenfalls nicht angegeben werden Wenn Fleisch an erster Stelle steht, sagt das nicht über die genaue Menge und die Zusammensetzung (Schlachtabfälle, Tiermehl, Herz, Muskelfleisch etc.) aus.
Außerdem darf man zum Beispiel Komponenten splitten, sodass zum Beispiel Mais und Maismehl jeweils weiter nach hinten rutschen, als wenn es als eine Zutat angegeben wäre. Prozentangaben sind freiwillig und manchmal ganz schön verwirrend. Wenn sie in Klammern stehen, müssen sie sich nicht auf die Gesamtmenge beziehen. 70 Prozent Huhn kann auch bedeuten, dass vom Anteil an Fleisch und Nebenprodukten, die 30 Prozent ausmachen 70 Prozent Huhn drin sind. Das klingt super, aber wenn du einmal nachrechnest, kommst du nur noch auf 21 Prozent Huhn im gesamten Futter.
Diese zweite Art der Deklaration verlangt auch einiges an Knobelei und Mathematik. Dabei wollen wir doch schnell einen Blick aufs Etikett werfen und sofort wissen, was drin ist.
Tierfutter: Analysewerte
Deshalb hat der Gesetzgeber eine feste Liste an Nährwerten vorgegeben. Mit den Analysewerten sollen Verbraucherinnen und Verbraucher die einzelnen Futter unterscheiden und bewerten können.
Man unterscheidet folgende Gruppen
- Rohprotein
- Fettgehalt
- Rohfaser
- Rohasche
Feuchtigkeit (muss nur angegeben werden, wenn sie über 14 Prozent liegt.)
Rohprotein ist dabei für uns Katzeneltern besonders wichtig. Doch umfasst die Angabe auch Aminosäuren und andere Bestandteile.
Woher die Proteine kommen, ob sie tierischen oder pflanzlichen Ursprung sind und wie stark sie bereits verarbeitet wurden, ist mit dieser Kennzahl überhaupt nicht möglich. Es sagt auch nicht über die Verdaulichkeit und Verwertbarkeit aus.
Ginge das nicht sinnvoller?
Klar, aber eine transparentere Aufschlüsselung scheiterte bisher jedoch immer am Widerstand einiger der großen Herstellerfirmen
Diese blanken Zahlen wirken zwar vordergründig verständlich, aber schon im Vergleich von Trockenfutter und Nassfutter musst du schon wieder den Taschenrechner rausholen. Denn es gilt, das Trockenfutter auf die Feuchte des Nassfutters hochzurechnen um die genauen Analysewerte vergleichen zu kennen. Richtige Aussagekraft über die Qualität und Zusammensetzung des Futters hat das alles nur bedingt.
Vier Prozent Huhn
Auch wenn du denkst, dein Tier liebt Huhn und wenn du zur Packung mit dem Huhn drauf greifst, liegst du schon richtig hat das einen kleinen Haken: Die Geschmacksrichtung auf der Packung hat mitunter recht wenig Bedeutung. Denn um als Huhn angeboten zu werden, müssen lediglich vier Prozent Hühnerfleisch im Futter enthalten sein. Rein theoretisch ist so auch ein Futter möglich, dessen „Fleischanteil“ aus 92 Prozent gemischten Schlachtabfällen und jeweils vier Prozent Huhn und Rind daherkommt. Theoretisch kann demnach laut Futtermittelgesetz das gleiche Futter als Huhn und als Rind im Supermarktregal landen.
Freiwillige Angaben auf dem Etikett
Manche Hersteller setzen deshalb auf freiwillige Angaben zur genauen Zusammensetzung des Fleisches. So kannst du leichter erkennen, was drin ist. Ob es sich um frisches Fleisch handelt oder Fleisch der Kategorie 3 solltest du bei der Herstellerfirma nachfragen, wenn es nicht klar vermerkt ist und du ganz sichergehen willst.
Wenn auf dem Etikett lediglich vermerkt ist, dass keine Konservierungsstoffe zugesetzt wurden, heißt das ebenfalls nicht, dass keine enthalten sind. Denn die einzelnen Futterbestandteile können schon mit Chemie versetzt im Futterbetrieb ankommen. Das muss nicht deklariert werden. Achte auf die Angabe: Frei von Konservierungsstoffen, Lockmitteln etc. Nur dann kannst du sicher sein, dass nichts dergleichen enthalten ist.
Sinnvolle Transparenz für artgerechtes Tierfutter– mit allem was drin ist
Wenn du sicher gehen willst, kannst du getrost zu ANIfit greifen. Denn dort steht alles drauf, was drin ist. ANIfit hat die gemischte Deklaration als optimalen Kompromiss aus beiden Deklarationsarten gewählt. Die Zutaten sind entsprechend der gesetzlichen Vorgabe in einer geschlossenen Deklaration aufgeführt. Bei der ANIfit-Katzenfuttersorte Délice de Coeur lautet die sie zum Beispiel Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Gemüse, Mineralstoffe. Dann folgt eine freiwillige, genaue Auflistung der einzelnen Rubriken – und zwar groß und gut lesbar. Dort kannst du genau erkennen, wie hoch der Anteil Muskelfleisch, Herz, Leber, Gemüse und so weiter ist. Wenn du es zusammenrechnest, kommen 100 Prozent heraus. So kannst du sichergehen, dass du weißt, was drin ist. Rohprotein und Co. sind natürlich ebenfalls aufgelistet, sodass du auch diese vergleichen kannst.

Artgerechtes Tierfutter von ANIfit – Transparenz bei der Deklaration
Für mich war das gleich beim ersten Blick auf die Dose plausibel. Denn wenn frisches Fleisch drin ist, macht es Sinn, es auch deutlich auf die Dose zu schreiben. Denn schließlich ist das ein echtes Qualitätsmerkmal auf das es sich möglichst auffällig hinzuweisen lohnt. Denn das ist doch ein überzeugendes Argument für alle, die ihr Tier lieben und bestens versorgen möchten.
Wenn hingegen nur eine geschlossene Deklaration oder eine offene Deklaration ohne genaue Prozentangaben zum Fleisch auf der Dose steht, lässt sich der Hersteller diese Chance entgehen – wenn denn wirklich Frischfleisch drin ist.
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Ich bin Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen, sowie freiberufliche Redakteurin und Künstlerin.
Meine beiden Katzen Taiga und Lilou zeigen mir immer wieder, wie sehr Gesundheit und Wohlbefinden im Napf beginnen – am besten in Lebensmittelqualität und ohne Schnickschnack. Der achtsame Umgang mit Tieren und das Verständnis für ihre spezifischen Bedürfnisse sind mir ebenfalls enorm wichtig.
Als Künstlerin und studierte Kulturwissenschaftlerin macht es mir zudem riesigen Spaß, über Katzen und Hunde in Kunst und Kultur zu schreiben – und natürlich sie in Zeichnungen, Malerei, Textilkunst und Design zu verewigen.


